Offensener schreibt Axtwurf-Geschichte
Heiner Surburg wird in Schweden erster nicht schwedischer Doppel-Axt-Weltmeister
Bollnäs/Offensen. Was mit einer 1.363 Kilometer langen Autofahrt nach Schweden begann, endete mit einem historischen Erfolg: Heiner Surburg aus Offensen hat sich bei der Doppel-Axt-Weltmeisterschaft vom 31. Juli bis 2. August 2026 im schwedischen Bollnäs den Weltmeistertitel gesichert. Mit seinem Triumph ist der Gründer der Flotaxt-Gemeinschaft nicht nur der erste deutsche Doppel-Axt-Weltmeister, sondern zugleich der erste Weltmeister überhaupt, der nicht aus Schweden stammt.
Gemeinsam mit seiner Ehefrau Nicole und seinem Sohn Heinrich jun. machte sich Surburg auf den Weg nach Schweden. Drei Tage lang kämpften die besten Doppel-Axtwerferinnen und Doppel-Axtwerfer der Welt um die begehrten Titel.
International stark besetzte Weltmeisterschaft
Die Weltmeisterschaft war international stark besetzt. Athletinnen und Athleten aus Deutschland, Schweden, Kanada, Estland, der Schweiz, Finnland, Irland, den USA, Großbritannien und Italien gingen in Bollnäs an den Start.
Podium der Männer
1. Heiner Surburg – Deutschland
2. Konrad Eschbach – Deutschland
3. Tyler Wentzell – Kanada
Podium der Frauen
1. Maarika Lepik – Estland
2. Ceola McGowan – Irland
3. Darlene Pelley – Kanada
Der Titelgewinn erhält zusätzliches Gewicht durch die hochkarätige Konkurrenz. Mit den früheren Weltmeistern Daniel Hedberg und Stefan Persson aus Schweden, dem amtierenden deutschen Meister Harald Schuster, dem kanadischen Champion John Buchanan sowie zahlreichen weiteren Spitzenwerfern war das Teilnehmerfeld so stark besetzt wie selten zuvor. Auf dem Weg zum Weltmeistertitel setzte sich Heiner Surburg gegen sie alle durch und schrieb damit Axtwurf-Geschichte.
Dramatischer Weg ins Finale
Der Weg zum Weltmeistertitel war alles andere als einfach. In der Finalrunde kämpften zunächst acht der besten Werfer um den Titel. Nach jeder Runde schied der Teilnehmer mit dem schwächsten Ergebnis aus.
In der Runde der letzten fünf profitierte Surburg von einem Missgeschick eines Konkurrenten, dessen Axt aus der Scheibe fiel. Die sich dadurch bietende Chance nutzte der Offensener konsequent, steigerte sich von Runde zu Runde und kämpfte sich bis ins Finale vor.
Mit Konrad Eschbach wartete im Finale kein Unbekannter. Die beiden Deutschen gehören auch in der aktuellen Bundesliga zur Spitzengruppe: Surburg rangiert derzeit auf Platz zwei, Eschbach auf Platz vier. Im direkten Duell um den Weltmeistertitel setzte sich schließlich der Offensener durch und krönte sich zum Doppel-Axt-Weltmeister 2026.
Weltmeisterschaft als Familienerlebnis
Mitgereist war auch sein Sohn Heinrich jun., der ebenfalls an der Weltmeisterschaft teilnahm. Bei seinem WM-Debüt belegte er einen beachtlichen 74. Platz und sammelte wertvolle internationale Erfahrungen.
Gemeinsam mit seiner Mutter Nicole unterstützte er seinen Vater während der gesamten Wettkämpfe. Nach dem entscheidenden Finalsieg konnte die Familie den Weltmeistertitel gemeinsam feiern – ein unvergesslicher Moment.
Erster großer internationaler Titel für Flotaxt
Der Weltmeistertitel ist nicht nur ein persönlicher Meilenstein für Heiner Surburg. Er ist zugleich der erste große internationale Titel in der Geschichte der Flotaxt-Gemeinschaft.
Seit der Gründung von Flotaxt setzt sich Surburg mit großem Engagement für den Aufbau und die Weiterentwicklung des Doppel-Axtwerfens ein. Besonders beim Flotaxt Cup und der Champions League war er federführend und hat beide Wettbewerbe maßgeblich aufgebaut und organisiert.
Damit hat er wesentlich dazu beigetragen, den Sport international bekannter zu machen. Mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft wurde diese jahrelange Arbeit nun mit dem bislang größten sportlichen Erfolg der Flotaxt-Gemeinschaft belohnt.
„Mit dem Weltmeistertitel geht für mich ein Traum in Erfüllung. Gleichzeitig ist dieser Erfolg eine Auszeichnung für unsere gesamte Flotaxt-Gemeinschaft, die den Sport mit viel Leidenschaft lebt und weiterentwickelt.“ – Heiner Surburg
Empfang auf der Flotaxt-Anlage
Nach seiner Rückkehr wird der frischgebackene Weltmeister am Dienstagabend auf der Flotaxt-Anlage in Langlingen von Familie, Freunden, Wegbegleitern und Mitgliedern der Flotaxt-Gemeinschaft empfangen. Dort soll der historische Titelgewinn gemeinsam gefeiert werden.
Mit seinem Erfolg in Schweden hat Heiner Surburg den Doppel-Axtsport in seiner Heimat erneut ins Rampenlicht gerückt und zugleich seinen Heimatort Offensen, die Samtgemeinde Flotwedel sowie die Flotaxt-Gemeinschaft auf internationaler Bühne vertreten.
„Klick, Klack, Bulls Eye!“
Den Schlusspunkt setzte ein Wurf, den wohl niemand so schnell vergessen wird. Mit dem allerletzten Wurf des Finales traf zunächst der Stiel der Doppel-Axt die Scheibe – einen Augenblick später schlug die Schneide im Bulls Eye ein. Aus diesem besonderen Moment entstand spontan der Ruf „Klick, Klack, Bulls Eye!“, der Heiner Surburg bis zur Siegerehrung begleitete. Seitdem steht der Slogan sinnbildlich für seinen historischen Weltmeistertitel und den bislang größten Erfolg in der Geschichte der Flotaxt-Gemeinschaft.